Als die MIBA im März 2015 den Dioramenwettbewerb ausrief, kreisten die Gedanken um ein Betriebsdiorama auf dem ich mit relativ geringen Aufwand meine selbstgebauten Fahrzeuge nach Vorbildern der ich polnischen Schmalspurbahnen mit geringem Aufwand präsentieren kann.
Gleichzeitig hatte im Buch über die ehemalige Schmalspurbahn Breslau-Trebnitz-Sulmierschütz – Worclawska KD – verschiedene Bahnhöfe als Vorbild für Erweiterung meiner 0e-Modulanlage ins Auge gefasst. Auch der Bf. Sulmiercyce –Sulmierschütz – war darunter. Dieser Bahnhof hatte auch eine interessante Geschichte. Erst als Endbahnhof gebaut und nach dem I. Weltkrieg durch die Grenzziehung vom auf deutschen Gebiet gelegenen Schmalspurnetz abgetrennt und abgebaut.

Blick auf die Bahnsteigseite des Bf. Sulmiercyce
Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges kam das Schmalspurnetz um Breslau – Worclaw – zur polnischen Republik und damit wurde der Bf. Sulmiercyce wieder aufgebaut und zum Endpunkt des Schmalspurnetzes.
Auch der Gleisplan zeigt interessante Aspekte. Ein Triebwagenschuppen am Ende des durchgehenden Gleises welcher gleichfalls als Bahnhofsgebäude dient. Das Bahnsteiggleis liegt hinter dem Triebwagenschuppen und ein Umsetzgleis, ein Gleisdreieck und ein Ladegleis vervollständigen diesen Bahnhof.

Der Bahnsteig hinter dem Triebwagenschuppen
Alles für eine interessante Betriebsdurchführung und vor Allem ein Einsatzgebiet für meine beiden Triebwagen MBxd1 143 und MBxd1 201.

Gleisplan des Bf. Sulmiercyce
Der MIBA-Dioramenwettbewerb gab für die Nenngröße 0 eine Maximalgröße von 1400 x 500 mm mit einem gleichgroßen Fiddle Yard vor. Diese Maße schienen mir für ein Betriebsdiorama nach dem Vorbild des Bf. Sulmiercyce ausreichend. Also wurde der Bereich des Streckenendes mit dem kombinierten Triebwagenschuppen und Bahnhofsgebäude als Hauptmotiv festgelegt und in das Diorama eingepasst. Die Weichenverbindung vor dem Triebwagenschuppen wurde im Interesse einer interessanteren Betriebsdurchführung gedreht und das Ganze noch etwas gestaucht. Der anschließende Fiddle Yard wurde so geplant, dass die beiden durchgehenden Gleise in einer Drehscheibe enden und somit die verschiedensten Rangiermannöver möglich sind. Dazu kommt ein kürzeres drittes Gleis zum Umsetzen mit einem Abstellgleis für Triebwagen. Damit ist ein abwechslungsreicher Betrieb möglich.

Der Entwurf – Er wurde im Verlauf des Baues noch leicht abgewadelt
Nach diesen umfangreichen Planungsvorbereitungen konnte es an den Bau des Betriebsdioramas gehen.