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Rogowska Kolej Waskotorowa 
750 mm

Beschreibung

Allgemeine Informationen

Früherer Name: 
Zustand: Museumsverkehr  Eröffnung: März 1915 Spurweite (600 mm) 750 mm
Betreiber: Fundacja Polskich Kolei Waskotorowych" - Stiftung der polnischen Schmalspurbahnen (FPKW) , 95-063 Rogow, ul. Dworcowa 37
Eigentümer: Starostwo Powiatow z Rawa Mazowieckiej
Betrieb: Sommerlicher Touristenbetrieb und Sonderzüge

Aktueller Fahrzeugbestand

Lxd2 249, 264, 265, 309, 316, 340

MBxd1 203, Mbd1 133

Lyd1 205, 211

Px48 1783, 1911

Wls75 94

2Wls40-940

O&K 7900

Geschichte der Bahn

Die Geschichte der Rogowska KD beginnt in den ersten Monaten des Ersten Weltkrieges. Auf der Höhe von Biala Rawska befand sich die Frontlinie zwischen den deutschen und den russischen Truppen. Im Februar und März 1915 bauten deutsche Heeresfeldbahner die Strecke vom Bf. Rogow an der Normalspurstrecke  bis zum Städtchen Biala Rawska in 600mm Spurweite. Doch zu militärischer Bedeutung gelangte diese Strecke nicht mehr, da sich die Frontlinie nach Osten verschoben hatte und mit Einsetzen des Frühjahrstauwetters die Strecke im Morast versank und mühevoll in Betrieb gehalten werden musste. Im Laufe der Zeit nahmen die zivilen Aufgaben zu und seit  1917 war auch der öffentliche Personenverkehr zwischen Rogow und Biala Rawska aufgenommen worden. Wie viele ehemaligen Heeresfeldbahnen ging die Strecke nun in die Verkehrsinfrastruktur des polnischen Saates ein und wurde von den PKP betrieben. 

Nach dem II. Weltkrieg waren Anlagen und Material verschlissen, als wichtige Infrastruktur wurde die Strecke aber weiterhin gebraucht. Aus diesem Grunde entschlossen sich die PKP die  49 km lange Strecke umfassend zu modernisieren und vor allem auf die übliche Spurweite von 750 mm umzuspuren. Diese Modernisierung wurde 1954 abgeschlossen und in der Folge konnten modernere Fahrzeuge wie die Px 48, neue offene und geschlossene Güterwagen sowie Personenwagen vom Typ 1 AW und 3 AW eingesetzt werden. Die Leistungsfähigkeit der Strecke hatte sich damit deutlich erhöht. Einen weiteren Modernisierungsschub erhielt die Strecke durch die Einführung des Rollwagenverkehrs und den Einsatz von Diesellokomotiven der Reihe Lxd 2 sowie ebenfalls rumänischer Personenwagen.

Durch die PKP wurde bis zum Juni 2001 Personenverkehr und bis zum September 2001 Güterverkehr durchgeführt. Wie bei allen Schmalspurstrecken wurde dann der Gesamtverkehr eingestellt und die Strecken den Kommunen zur Übernahme und Weiterbetrieb angeboten.

In dieser Situation traten die örtlichen Selbstverwaltungsorgane and die 1999 gegründete "Fundacja Polskich Kolei Waskotorowych" - Stiftung der polnischen Schmalspurbahnen (FPKW) heran um einen Partner für den Weiterbetrieb der Strecke zu touristischen Zwecken zu haben. Im Jahr 2002 erfolgte dann die offizielle Übernahme der Strecke. Durch die FPKW wurde neben einem sommerlichem Touristenbetrieb der Aufbau einer Sammlung von Fahrzeugen stillgelegter polnischer Schmalspurbahnen geplant. Diese Planungen sind im Laufe der Jahre schon zu einem Teil verwirklicht worden. Es erfolget der Ankauf verschiedener Fahrzeuge der Zuckerrübenbahn Kruszwica und weiterer Einzelstücke. Zum Ende des Jahres 2004 umfasste die Sammlung 43 Fahrzeuge. Ziel der Aktiven der  FPKW ist es, die Fahrzeuge im Zustand des Einsatzes bei den PKP aufzuarbeiten. Dabei sind schon eine Reihe von Erfolgen auszumachen wie z.B. die Aufarbeitung zweier Lxd 2 und einer Lyd 1 sowie verschiedenster Personen- und Güterwagen. Ein Besuch lohnt sich für den Schmalspurfreund insbesondere zu Fahrtagen bzw. zu den Tagen der Rawa. Dieses Stadtfest bildet den Rahmen für Personenzüge, welche die Gesamtsstrecke befahren.

Quelle: FKPW

Literatur und Links

Pawel Korcz, Atlas waskotorowek, Poznan 2006, ISBN 83-920757-3-0,

Weitere Informationen: http://www.bwkd.pro24.pl/www/wydawnictwa.html

Seiten 66/67

 

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